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Lastenfahrräder erweisen sich im Barnim nur als Nischenlösung!

Verkehr

Antwort auf Kleine Anfrage: Kaum Nachfrage nach Förderung von Lastenfahrrädern im Barnim: Handwerk und Logistik brauchen auch weiter LKWs, Kleintransporter und Straßen 

 Seit nunmehr drei Jahren fördert die Landesregierung Brandenburg Lastenfahrräder. Bis zu 2.500 Euro können sich Kommunen, Vereine oder Unternehmer pro Lastenrad erstatten lassen. Auch Lastenfahrräder mit elektrischem Zusatzmotor werden gefördert. Diese erhalten sogar eine Förderung von bis zu 4.000 Euro. Normalerweise beträgt die Förderung 50% der Kosten, für öffentlich kostenlos nutzbare Leihräder sind es sogar 80%. Eine üppige Förderung also. Angesichts der hohen Kosten für Diesel und Benzin dürften also die meisten, die ein Lastenrad als zweckmäßige Option sehen, inzwischen von der Förderung Gebrauch gemacht haben.

Doch wie eine Kleine Anfrage von Christine Wernicke (BVB / FREIE WÄHLER Fraktion) zeigt, ist die Zahl der Anträge auf Förderung überschaubar. Und die Nachfrage schrumpft sogar. 2021 wurden landesweit noch 442.790 Euro Förderung für Lastenfahrräder ausgezahlt, 2022 waren es noch 418.946Euro. 2023 waren es bis August gerade einmal 33.807 Euro. In jedem Jahr blieb die Förderung weit hinter den geplanten Summen zurück.

Regional gab es gewaltige Unterschiede. Die Förderanträge stammten disproportional aus dicht besiedelten, städtischen Regionen. Rund ein Drittel der 501 Anträge in Brandenburg kam allein aus der Landeshauptstadt Potsdam und aus Potsdam-Mittelmark. Für den gesamten Barnim gab es 2021 und 2022 hingegen gerade einmal 29 Anträge auf Förderung. 2023 waren es bis August sogar nur zwei Anträge.

Für den Barnimer Landtagsabgeordneten Péter Vida (BVB / FREIE WÄHLER) sind die Schlussfolgerungen klar: „Lastenfahrräder erweisen sich im Barnim trotz erheblicher Förderung nur als Nischenlösung. Viele Handwerker müssen bei Wind und Wetter täglich hunderte Kilogramm Ersatzteile und Werkzeuge über dutzende Kilometer mit sich führen. Logistiker müssen Läden mit Tonnen an Gütern und Lebensmitteln versorgen – teilweise sogar mit Kühlung. LKWs und Kleintransporter bleiben daher für Handwerk und Warentransport weiter unverzichtbar – ebenso wie gut ausgebaute Straßen. BVB / FREIE WÄHLER wird daher weiter für sinnvolle Infrastrukturlösungen kämpfen, um die Verkehrssituation zu verbessern. Man muss Realitätssinn vor Wunschdenken stellen.“

Lesen Sie die Antwort auf die Anfrage hier:

https://www.parlamentsdokumentation.brandenburg.de/starweb/LBB/ELVIS/parladoku/w7/drs/ab_8300/8313.pdf

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