Die Fraktion BVB / FREIE WÄHLER in der Bernauer Stadtverordnetenversammlung hat einen Antrag zur Verbesserung der Schulwegsicherheit an der Georg-Rollenhagen-Grundschule eingebracht mit dem Ziel, die Verkehrssituation im Umfeld der Schule nachhaltig zu verbessern und die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler zu erhöhen.
Konkret soll geprüft werden, ob in der Straße „An der Plansche“ eine Einbahnstraßenregelung aus Fahrtrichtung Jahnstraße eingerichtet werden kann. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, den Verkehr zu ordnen und gefährliche Situationen während der Stoßzeiten – insbesondere zu Schulbeginn und Schulende – zu reduzieren. Die derzeitige Verkehrssituation ist durch ein hohes Verkehrsaufkommen und beengte räumliche Verhältnisse geprägt. Die Straße „An der Plansche“ dient nicht nur als Hauptzugang zur Grundschule, sondern auch zur nahegelegenen Kfz-Zulassungs- und Fahrerlaubnisbehörde des Landkreises. Täglich nutzen rund 460 Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 12 Jahren diesen Schulweg. Durch das Zusammentreffen von Elternverkehr, Anwohnern und Behördenbesuchern kommt es regelmäßig zu unübersichtlichen und potenziell gefährlichen Situationen.
Fraktionsvorsitzender Jan Bernatzki erklärt hierzu: „Die Sicherheit unserer Kinder auf dem Schulweg muss oberste Priorität haben. Gleichzeitig schaffen sichere Schulwege die Grundlage für Selbstständigkeit und fördern das Wohlbefinden der Kinder. Die aktuelle Situation vor der Georg-Rollenhagen-Grundschule ist für Kinder, Eltern und Lehrer gleichermaßen belastend. Eine Einbahnstraßenregelung kann helfen, den Verkehr zu entzerren und deutlich mehr Übersicht und Sicherheit zu schaffen.“
Unterstützt wird dieses Anliegen auch durch die Schule selbst, die bereits Maßnahmen zur Entlastung der Verkehrssituation ergriffen hat. So wurde im März ein Projekt durchgeführt, das die Schüler dazu motiviert, ihren Schulweg eigenständig und ohne sogenannte „Elterntaxis“ zurückzulegen. Ein praktisches Beispiel liefert zudem die Vergangenheit: Während der Bauarbeiten und der damit verbundenen Sperrung der August-Bebel-Straße in den Jahren 2023 bis 2025 wurde „An der Plansche“ temporär als Einbahnstraße geführt. In dieser Zeit wurde die Verkehrssituation nach Wahrnehmung vieler Beteiligter als deutlich strukturierter und sicherer empfunden.
Die vorgeschlagene Einbahnstraßenregelung hätte zudem keine negativen Auswirkungen auf die Einsatzfähigkeit der benachbarten Rettungswache des Landkreises Barnim, da diese über eine separate Anbindung an die Jahnstraße verfügt. Mit dem Prüfauftrag soll nun eine fundierte Grundlage geschaffen werden, um die Verkehrssicherheit rund um die Georg-Rollenhagen-Grundschule nachhaltig zu verbessern und den Schulweg für Kinder sicherer zu gestalten.
Lesen Sie den Antrag hier:
https://sessionnet.owl-it.de/bernau-bei-berlin/bi/vo0050.asp?__kvonr=3938894